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Lust auf mehr. Neues aus der Sammlung Würth zur Kunst nach 1960
30. September 2019 - 20. September 2020

Die Ausstellung in der Kunsthalle Würth zeigt alles: das Spektakuläre, das Stille, das Arrivierte, das noch Aufstrebende. Rund 170 meist neu erworbene Werke zur Gegenwartskunst sind in Schwäbisch Hall zu sehen: von Georg Baselitz und Christo, Alex Katz, Anselm Kiefer, Maria Lassnig und A. R. Penck bis zu Yngve Holen und Michael Sailstorfer.

Auf Wohin das Auge reicht (2018/19), den ersten Teil unserer Sammlungsausstellung zu den Neuerwerbungen von Gegenwartskunst seit den 1960er-Jahren, folgt nun der zweite Teil unserer ausgewählten Neuzugänge, die sowohl neue Richtungen innerhalb des Sammlungsgefüges einschlagen als auch bereits bestehende Stärken pointieren und weiterdenken. Die Schau zeigt eine Bandbreite von fast 70 Künstlerinnen und Künstlern, die insbesondere in den 1980er- und 1990er-Jahren wegweisend waren. Großen Raum nehmen dabei die US-Amerikaner ein, darunter Altmeister wie John Baldessari, Sam Francis, Peter Halley sowie David Lynch, der außer durch seine Arbeit als Filmregisseur auch als Maler erfolgreich ist. Stars wie David Salle, Frank Stella, Robert Rauschenberg und Julian Schnabel bezeugen darüber hinaus die Fülle künstlerischer Ansätze, die aus den USA nach Europa strömten. Sie schlagen neue Töne innerhalb der Sammlung Würth an und sorgen für überraschende Akzente.

Gerade diese grundsätzliche Offenheit der Sammlung Würth erweist sich zunehmend als zentraler Aspekt ihrer Struktur und trägt elementar dazu bei, sie lebendig zu halten. Denn mit seiner engagierten Erwerbungsstrategie in drei Richtungen – Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft – baut der Unternehmer Reinhold Würth seine Sammlung beständig aus und entwickelt sie fort.

Gehen Sie mit auf Entdeckungsreise und erkunden Sie die Bandbreite der Kunst seit den 1960er-Jahren bis zu aktuellen, zeitgenössischen Positionen. Diese bewegt sich »Zwischen Geste und Raster«, lenkt unseren Blick auf »Anverwandlungen und Annäherungen«, um schließlich einer »Rückkehr zur Figuration« den Weg zu bereiten. Die visuelle Umsetzung von Zeitphänomenen, die Suche nach Neuem, aber auch die Auseinandersetzung mit Literatur, Theater und Kunstgeschichte verbinden sich hier zu einem facettenreichen Rundgang durch die weitverzweigte Sammlung Würth, der sich in acht Abschnitte gliedert und im begleitenden Ausstellungskatalog intensiv reflektiert wird.

KünstlerInnen der Ausstellung

Horst Antes • John Baldessari • Stephan Balkenhol • Ivan Baschang • Georg Baselitz • Joseph Beuys • Bretz / Holliger • Cecily Brown • Daniel Buren • Alexander Calder • Rui Chafes • Jake and Dinos Chapman • Christo • Tony Cragg • Kris Dewitte • Tatjana Doll • Felix Droese • Tim Ernst • Barry Flanagan • Günther Förg • Sam Francis • Günter Fruhtrunk • Antony Gormley • Peter Halley • K. H. Hödicke • Yngve Holen • Jenny Holzer • Jörg Immendorff • Lore Jahnel • Magdalena Jetelová • John Kalunda • Alex Katz • Anselm Kiefer • Per Kirkeby • Franz Kline • Maria Lassnig • Andreas Lau • Markus Lüpertz • David Lynch • Nicola de Maria • Paul McCarthy • Jonathan Meese • Mario Merz • Robert Motherwell • David Nash • Albert Oehlen • Chris Ofili • Mimmo Paladino • A. R. Penck • Marc Quinn • Arnulf Rainer • Neo Rauch • Robert Rauschenberg • Gerhard Richter • Dieter Roth • Michael Sailstorfer • David Salle • Julian Schnabel • Bernard Schultze • Fillipus Sheehama • Pierre Soulages • Frank Stella • Lun Tuchnowski • Günther Uecker • Emilio Vedova • Johannes Vetter • Felix Weinold • Ben Willikens • Andrea Zaumseil