Architektur bei Würth

Die architektonische und soziale Kultur, die sich in den Bauten der Würth-Gruppe widerspiegelt, geben nicht nur Zeugnis der rasanten Betriebsentwicklung des Konzerns. Sie sind auch exemplarische Beispiele der Industriearchitektur des jeweiligen Landes in ihrer Entstehungszeit. Die strikte Dezentralität des Gesamtkonzerns findet in den Bauten ihren Ausdruck, die jeweils landesweit offen in Architektur-Wettbewerben ausgeschrieben und umgesetzt wurden, was zu außerordentlichen Entwürfen mit ausgeprägter Individualität geführt hat. Einzig das verbindende Farbkonzept bettet die Bauten in den Würth Kontext ein. Die Johanniterkirche indes nimmt als herausragendes Kulturdenkmal eine Sonderstellung ein.

Johanniterkirche

Im Herbst 2008 wurde eine mehrjährige, durch die Adolf Würth GmbH & Co. KG getragene Generalsanierung der Johanniterkirche, eines säkularisierten Kirchengebäudes aus dem 12. Jahrhundert, abgeschlossen. Das Gebäude zählt zu den herausragenden Kulturdenkmalen der Stadt Schwäbisch Hall. Die Sanierung dieses Denkmals, dem eine besondere Bedeutung zukommt, umfasste den Einbau modernster Haus-, Sicherheits-, Klima- und Sanitärtechnik, nach höchsten musealen Standards, sowie die denkmalgerechte Restaurierung des originalen gotischen Dachwerks von 1400/01, das sich als ältestes seiner Art in Süddeutschland erweist. Zahlreiche, in der wechselvollen Geschichte profaner Nutzung unsachgemäß hinzugekommene bauliche Ergänzungen mussten zunächst entfernt, Dekorelemente freigelegt und gereinigt, die Natursteinfassade restauriert, die Gewölberippen des Chors und die Gewände der Maßwerkfenster im Innenraum konservatorisch behandelt und der Dachstuhl freigelegt werden, um das Gebäude wieder in seiner ursprünglichen Gestalt, Schönheit und Qualität erlebbar werden zu lassen.
Als Dependance der Kunsthalle Würth bildet die Johanniterkirche, in die als Dauerleihgaben auch einige erhaltene Exponate ihrer ehemaligen Ausstattung rückgeführt werden konnten, nun die ideale Heimstatt für die bedeutende Sammlung Alter Meister in der Sammlung Würth.